Menschen, Schicksale.

Verbinden wir uns durch Erinnerung. Schauen wir in die Gesichter der Menschen, die unmenschliches erlebt haben. Erfahren wir mehr über ihre Schicksale. Verbinden wir uns gegen das Vergessen.
Irene Hinsch und Nina Sophie Hinsch mit Familienfotos

Gustav Werle (1895-1943)

Geschrieben von Irene Hinsch aus Kellinghusen.

Gustav wurde in der deutschen Kolonie Dawsun im Nordkaukasus geboren. Als Jugendlicher kam er mit seinen Eltern nach Sibirien, in die Region Altai. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Gustav eingezogen. Er diente als russischer Untertan von 1915 bis 1918 in der Zarenarmee: Zuerst im 712. Tomsker Fußtruppe (Druschina) und später an der Kaukasischen Front gegen die Türken.

Peter Weinbender (*1919)

Peter Weinbender *1919

Geschrieben von Alexander Kühl für Vira e.V.

Peter Weinbender wurde im Oktober 1940 zur Roten Armee einberufen. Er diente dort ein Jahr. Im November 1941 fand seine Überführung in ein Arbeitslager bei Nowosibirsk statt.

Walda Pahl (geb. Keller) mit dem Foto ihres Vaters gemeinsam mit ihrer Tochter Lidia Belov (geb. Pahl), den Enkeln Anton Pahl und Vladislav Belov sowie der Urenkelin Linda Pahl.

Heinrich Keller (1896-1972)

Geschrieben von Walda Pahl aus Schweinfurt.

Mein Vater Heinrich Keller wurde am 28. Mai 1896 in Eichental im Gebiet Saporoschje als Sohn von Friedrich Keller und Dorothea Seel geboren. Bald nach seiner Geburt begann die Mutter ein unzüchtiges Leben. Mein Vater wurde in die Obhut einer verwandten Pflegefamilie gegeben. Bis 1916 lebte die Familie in Eichental und anderen Orten im Dongebiet.

Matilda Schulz (links) mit ihren Schwestern Theresia (Mitte) und Maria (rechts)

Matilda Schulz (1900-1987)

Geschrieben von Natalia Masson aus Kolbingen.

Matilda Schulz, auch liebevoll „Oma Matilda“ genannt, wurde am 06. Februar 1900 als Thilde Schulz in Groß-Romanow, Amtsbezirk Konstantinow, Rayon Koschki, Samara geboren. Nach anderen Quellen jedoch im Dorf Straßburg des gleichen Bezirkes. Sie war eines von neun Kindern des Feldschers Adolf Schulz und seiner Frau Emma Kehler. Die Familie war wohlhabend und lebte in der Kolonie Straßburg.

Katharina Janz mit Familie

Christian Dell (1905-1957)

Geschrieben von Katharina Janz aus Felsberg.

Christian Dell /Döll ist 1905 in Dorf Neu-Walter geboren. Der Großvater stammte aus einer sehr wohlhabenden Bauernfamilie, die die Felder bestellten und Vieh züchteten.

1923 heiratete Christian Katharina Geist (1905), die ihm 10 Kinder schenkte. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges arbeitete er in einer Kolchose. In den ersten Monaten des Krieges wurde er verhaftet und als Spion zu 10 Jahren Haft verurteilt. Er kam in ein Arbeitslager im Gorki Gebiet. Doch die große Familientragödie stand noch bevor.

Karl Seibel und Nelli Seibel (geb. Rosengrün) 1963 in Kalmanka, Region Altai, Russland

Karl Seibel

Geschrieben von Edgar Seibel aus Wetter (Hessen).

Karl Seibel wurde am 30. Mai 1940 im Dorf Nieder-Monjou in der autonomen Republik der Wolgadeutschen in der Sowjetunion geboren. Im August 1941 wurde er als Kleinkind mit seinen Eltern und zwei Geschwistern nach Sibirien deportiert.

Johannes Kühl (*1928)

Johannes Kühl *1928

Geschrieben von Alexander Kühl für Vira e.V.

Drei Tage nach dem Stalin-Erlass und deren Bekanntmachung kamen die ersten Soldaten in sein Dorf. Johannes Kühl war damals zwölf Jahre alt. Bei der Einberufung in die Trudarmee war er 14 Jahre alt.

Jakob Dell (1924-1999)

Jakob Dell (1924-1999)

Geschrieben von Katharina Janz aus Felsberg.

Jakob Dell/ Döll wurde am 5. Mai 1924 im Dorf Neuwalter, Gebiet Saratov geboren. Er war der älteste Sohn von Christian und Kathrina Döll, geb. Geist, sie hatten 10 Kinder. Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges begann auch die Tragödie dieser Familie. Der Vater, Christian Dell, wurde in den ersten Monaten verhaftet und als Spion zu 10 Jahren Haft verurteilt. Er kam in ein Arbeitslager im Gorki Gebiet.

Eduard Rutkowski mit Foto seines Großvaters Johann Rutkowski

Johann Rutkowski (1899-1959)

Geschrieben von Eduard Rutkowski aus Zirndorf.

Mein Großvater Johann Rutkowski wurde am 27. April 1899 als erster Sohn in einer preußischen Familie in Groß-Tokmak (Bolschoj Tokmak), Molotschansk (Halbstadt), Dorf Muntau, Gebiet Saporischschja, Ukraine geboren.

Peter Scheiermann (1908-1974)

Peter Scheiermann (1908-1974)

Geschrieben von Tamara Kinsvater aus Lahr im Schwarzwald.

Mein Opa Peter Scheiermann wurde 1908 im Dorf Jagodnoja Poljana, Gebiet Saratow, als Sohn von Heinrich Scheiermann und Maria Scheiermann, geb. Dippel, geboren. Leider verlor er sehr früh seine Eltern und damit auch den Kontakt zu seinen Geschwistern, bis auf seine jüngere Schwester Frieda. Mit 19 Jahren wurde er in die Rote Armee eingezogen und diente in der Kavallerie. 1932 heiratete er Emma Koch und arbeitete in der Landwirtschaft als Vorarbeiter.

Alexander Zeiser (1917-1960)

Alexander Zeiser (1917-1960)

Geschrieben von Wladimir Zeiser aus Strausberg.

Mein Vater Alexander Zeiser wurde 1941 aus dem Gebiet Samarkand in Usbekistan in die Trudarmee einberufen. Er kam in das Metallurgische Werk in Tscheljabinsk im Ural. Dort ruinierte er seine Gesundheit durch die schwere Arbeit.1960 ist er im Alter von 43 Jahre in Taschkent (Usbekistan) gestorben.

Jacob Michaelis (1891-1936)

Jacob Michaelis (1891-1936)

Geschrieben von Paulina Micheilis aus Stadthagen.

Mein Opa Jacob Michaelis wurde in Ährenfeld Saratow (Gebiet Gubernija) geboren und hatte 7 Geschwister. Seine Eltern, Jacob Petrowitsch Michaelis (geb.1861-1938?) und Katharina Kidion (1864-1938?) waren Bauern. Als sie 1911 aus dem Gebiet Saratow nach Sibirien kamen (bestimmt hatten sie ein besseres Leben gesucht), hatten sie bereits alle 8 Kinder. Mein Opa war der Zweitgeborene.

Friedrich Kerbel (1914-1984)

Friedrich Kerbel (1914-1984)

Geschrieben von Waldemar Kerbel aus Kolbingen.

Mein Vater Friedrich Kerbel wurde am 14. April 1914 im deutschen Dorf Friedenberg an der Wolga als Sohn von Jakob Kerbel und Anna Elisabeth Helwer geboren. Die Eltern seiner Großmutter Maria Catharina Kerbel geb. Biel gehörten zu einer der Gründerfamilien von Friedenberg, welches in den 1850er Jahren als Tochterkolonie gegründet worden war. In den 1920er Jahren erkrankte sein Vater an Typhus und verstarb recht früh, sowie sein ältester Bruder Johann Jakob Kerbel, der nachdem Vater und Großvater benannt war. Die Mutter blieb mit 4 Kindern zurück und zog diese allein auf.

Elisabeth "Luisa" Eichwald (1888-1968)

Elisabeth "Luisa" Eichwald (1888-1968)

Geschrieben von Valentina Nazarko aus Primorsk, Russische Föderation.

Meine Großmutter Elisabeth Eichwald (geb. Rosenberg) wurde 1888 in Pantaliya bei Mariupol als Tochter von Peter Rosenberg und Anna Fortowski geboren. Ihre Vorfahren kamen aus Westpreußen und gehörten zu den Erstsiedlern von Göttland und Kaiserdorf in den Planer-Kolonien bei Mariupol.

Ida Straub mit ihrer Familie und Foto von Uroma Ida Keller

Ida Keller 1903-1983

Geschrieben von Ida Straub aus München.

Meine Uroma Ida Keller, geb. Krebs, wurde 1903 im Russischen Kaiserreich auf dem Gebiet der heutigen Ukraine geboren. Dort heiratete sie ihren Mann Heinrich Keller, bekam Kinder und arbeitete als Köchin. Die Familie lebte in einer deutschen Siedlung, sprach Deutsch, schickte die Kinder auf eine deutsche Schule und lebte nach deutschen Sitten und Gebräuchen.

Gustav Nachtigall mit Enkelkindern Woldemar, Wilhelm und Valentina

Gustav Nachtigall (1906-1995)

Geschrieben von Valentina Kerbel aus Kolbingen.

Großvater Gustav Nachtigall wurde am 09. April 1906 in Slatoust, Oblast Tscheljabinsk als unehelicher Sohn des wohlhabenden Mennoniten Abraham Enß und der verheirateten Lutheranerin Susanna Nachtigall geb. Klan geboren.

Maria Lenhardt (*1924)

Maria Lenhardt *1924

Geschrieben von Alexander Kühl für Vira e.V.

Die 1924 geborene Maria Lenhardt wurde von der Krim nach Nowosibirsk deportiert. Der Transport in einem verdreckten Viehwaggon mit etwa 20 Familien, darunter vielen Kleinkindern, dauerte einen ganzen Monat. Durch fehlende Hygiene und Hungersnot wurden die meisten der Kindern krank. Es gab weder Waschmöglichkeiten noch Platz, wo sie ihre Notdurft verrichten könnten.

Peter Aifeld mit Foto vom Großvater Peter Eichwald

Peter Eichwald (1914-1991)

Geschrieben von Peter Aifeld aus Würzburg.

Peter Eichwald wurde am 10. März 1914 in Alexanderfeld geboren und in der röm.-katholischen Kirche in Taganrog getauft. Nach dem Tod seines Vaters Philipp Eichwald im Ersten Weltkrieg lebte er mit seiner Mutter Elisabeth und seinen vier Geschwistern im Haus von Peter Rosenberg, dem Großvaters mütterlicherseits. Bis zum Tod des Großvaters Ende der 1920er Jahre genossen die Kinder eine strenge preußische Erziehung und besuchten die deutsche Volksschule im Dorf.

Paulina Michaelis (*1954)

Paulina Michaelis

Geschrieben von Irina Schkurin aus Stadthagen.

Meine Mutter Paulina Michaelis wurde 1954 in dem kleinem Dorf Michajlowka (Burla Region), Sibirien geboren, wohin die Familie ihrer Mutter 1941 deportiert wurde. Sie ist zusammen mit ihrem 1,5 Jahre älteren Bruder Alexander aufgewachsen. Da die Eltern Emilia und Johann die meiste Tageszeit bei der Arbeit in der Kolchose waren, sind sie oft zu Hause allein gewesen und haben einiges angestellt.

Alexander Ritter (1942-2010)

Alexander Ritter (1942-2010)

Geschrieben von Jurij Ritter aus Berlin.

Die Familie von meinem Opa David Ritter lebte seit den Stalin Reformen in einer der deutschen Kolonie in Sibirien. Hier wurde auch in 1942 mein Vater Alexander Ritter in dem Dorf "Novinka" in der Region Omsk geboren.

Paulina Michel (1910-1951)

Paulina Michel (1910-1951)

Geschrieben von Paulina Micheilis aus Stadthagen.

Über Meine Oma mütterlicherseits weiß ich leider nicht viel. Paulina Schneider ist an der Wolga, in der Kolonie Ährenfeld 1910 in der Familie von Adam und Maria Schneider zur Welt gekommen. Sie hatte drei Geschwister, die Familie war wohlhabend. Paulinas Kindheit und Jugend fielen in die Zeit des Ersten Weltkrieges, der Revolution, des Bürgerkrieges und dem damit verbundenen Hunger an der Wolga. In den 1920er Jahren versuchte die Familie auszuwandern, jedoch war es nur der ältesten Schwester Amalia und ihrem Onkel Heinrich Schneider gelungen. Später gingen sämtliche Verbindungen zu Amalia verloren, Heinrich kam aber in die Sowjetunion zurück.

Irene Hinsch und Nina Sophie Hinsch

Anna-Elisabeth Uhrich (1874-1943)

Geschrieben von Irene Hinsch aus Kellinghusen.

Katharine-Elisabeth Uhrich kam 1905 im evangelischen Dorf Friedenberg (Samara Gebiet) in einer zehnköpfigen Familie zur Welt. Trotz ihrer Größe war die Familie relativ wohlhabend. Die kleine Kata, wie man sie nannte, besuchte die Dorfschule und hatte für damalige Verhältnisse eine gute Bildung.

Klara Janz (1923-1986)

Klara Janz (1923-1986)

Geschrieben von Katharina Janz aus Felsberg.

Klara Janz. geb. Ickert. Wurde am 24.12.1923 im Dorf Poguduno, Gebiet Tscheljabinsk im Ural geboren. Schon früh musste Klara auf ihre jüngeren Geschwistern aufpassen, da der Vater bereits in den 30er Jahren den stalinistischen Repressalien zum Opfer gefallen war und die Mutter in der Kolchose arbeitete. Deshalb konnte sie kaum die Grundschule besuchen.

Artur Fast mit Opa und Tante Helene in Sibirien in der Nähe von Karatal (August 2019)

David Fast

Geschrieben von Artur Fast aus Oberraden.

Mein Opa, David Fast geb. am 16.12.1930 im deutschen Ort Bahndorf (russ. Orlowo) Kolonie Memrik in der Ukraine, ist das dritte Kind von dem Ehepaar David Fast und Elisabeth Peters.

Familie Herdt-Feifer

Familie Herdt-Feifer

Geschrieben von Familie Herdt-Feifer.

Данный фильм посвящен нашей бабушке Марии Гердт в замужестве Файфер, которая в самые трудные времена, времена депортации спасла всю нашу семью от голодной смерти. Это была не вероятной доброты и трудолюбия человек. Память о ней живет в каждом из нас.

Katharina Janz mit Foto von Mutter Hulda Dell

Hulda Dell (1930-1997)

Geschrieben von Katharina Janz aus Felsberg.

Meine Mutter Hulda/Helena Dell geb. Kopp wurde in der Ukraine, Dorf Weseliwka, Bezirk Korosten, Gebiet Shitomir, geboren. Sie und ihre Familie gehörten zu den Wolynien Deutschen. Ihre Eltern hießen Reinhold und Emma Kopp, geb. Zielke. In der Familie wurde hochdeutsch gesprochen. Hulda hatte 5 Geschwister: Samuel, Rubin, Sonja, Maria und Lydia. Der Vater Reinhold arbeitete als Leiter einer Kolchose.

Kinder von David Geier (1884-1949)

David Geier (1884-1949)

Geschrieben von Peter Aifeld aus Würzburg.

Мой прадед Давид Гейер родисля в 1884г. в семье Георг Фридриха Гейер и Марии Элизабеты Диль в немецкой колонии Галка на Волге. По рассказам моей бабушки, его дочери, он был старшим ребенком и у него были братья Александр, Вальдемар, а также сестра Амалия.

Johann Michel (1909-1977)

Johann Michel (1909-1977)

Geschrieben von Paulina Micheilis aus Stadthagen.

Johann Michel ist als Sohn von Jacob Jacowlewitsch Michel (1864 -1918) und Paulina Philippowna geb. Kint (1872-1940) in Ährenfeld, Saratow Gebiet geboren. Die Ehe der Eltern galt als ungleich, da Jacob als Knecht bei den Kints im Nachbardorf Rosenthal arbeitete. Die Kints gehörten zu den wohlhabenden in der Gegend, sie hatten eine eigene Mühle und ein großes Gehöft. Doch die Liebe war stärker: Paulina heiratete Jacob und sie hatten neun Kinder.

Irene Hinsch und Nina Sophie Hinsch mit Foto von Mutter/Großmutter Minna Werle

Minna Werle (1933-2018)

Geschrieben von Nina Sophie Hinsch aus Kellinghusen.

Meine Oma Minna war sieben Jahre alt, als Hitlerdeutschland im Juni 1941 die Sowjetunion überfiel. Sie bekam im Sommer einen Ranzen und Bücher und freute sich auf die Schule und auf ihre erste Klasse. Sie wünschte sich, dass es endlich am 1. September losgeht. Doch aus dem Traum von der Schule wurde nichts: stattdessen musste sie ihre Heimat und Freunde verlassen.

Johann Michaelis (1930-2013)

Johann Michaelis (1930-2013)

Geschrieben von Paulina Micheilis aus Stadthagen.

Mein Vater wurde am 13.01.1930 im Dorf Krasnowka, Gebiet Burla in Sibirien geboren und hatte 8 Geschwister. Sein Vater, Jacob, starb 1936 und seine Mutter, Alwina, blieb mit den Kindern allein. Sie konnte leider nicht mit der Unterstützung der Familie Michaelis rechnen, weil sie in den Jahren 1937-38 von der NKWD fast völlig vernichtet wurde.

Adolf Stumpf  (1920-1999)

Adolf Stumpf (1920-1999)

Geschrieben von Hermann Stumpf aus Eichstätt.

Wenn ich über das Leben meines Urgroßvaters Adolf Stumpf reflektiere, kommt es mir vor, dass dies im Vergleich mit meinem Leben sehr anstrengend und problemvoll war. Es gab viele Herausforderungen für ihn, die er überwinden musste. Ich bin davon überzeugt, dass all die Jahre, die er gelebt hatte, für ihn weder leicht noch einfach waren.

Marie Pahl mit Foto von Urgroßmutter Emma Aifeld

Emma Aifeld (1926-2020)

Geschrieben von Marie Pahl aus München.

Emma Geier wurde am 25. August 1926 in Nikolajewsk als zweitjüngstes von neun Kindern des wolgadeutschen Ehepaares David Geier und Catharina Elisabeth Schenk geboren. Während der Hungersnot im Wolgagebiet lebte Emma bei ihrer älteren Schwester Bertha in Kiew und passte auf deren Kinder auf. Sie verbrachte in ihrem Elternhaus eine glückliche Kindheit und drückte gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Alexander die Schulbank.

Alexander Kreik mit Tochter Anna und Enkeltochter Magdalina mit Fotos von Jacob und Anna Kreik

Jacob und Anna Kreik

Geschrieben von Alexander Kreik aus Berlin.

Meine Mutter Anna Valentinovna Kreik (Mädchenname Judt) wurde am 21.01.1924 in der Stadt Nikolajew, Ukraine geboren. Mein Vater Jacob Jakowlewisch Kreik wurde am 10.06.1921 in dem Dorf Huck an der Wolgarepublik geboren.

Alwina Michaelis (1902-1965)

Alwina Michaelis (1902-1965)

Geschrieben von Paulina Micheilis aus Stadthagen.

Die Mutter von meiner Oma Alwina, Kristina geb. Petsch war sehr früh verstorben, im Jahre 1908, da war Oma Alwina erst 6 Jahre alt. Der Vater, Johann Resch, war sehr lange allein und hatte die Familie samt Kindern selbst ernährt. Sie hatten 2 Söhne und 4 Töchter. Die Mädchen haben sehr früh angefangen zu arbeiten, in reichen Familien als Kindermädchen oder Putzfrauen.

Gerhardt Janz (1924-2001)

Gerhardt Janz (1924-2001)

Geschrieben von Katharina Janz aus Felsberg.

Gerhardt Janz wurde 1924 im Dorf Freidorf/Smail - Abai auf der Krim geboren. Die Familie war wohlhabend und besaß ein großes Haus mit einem Weinberg. Der Vater arbeitete als Deutschlehrer in der Dorfschule. Gerhardt hatte noch drei weiteren Geschwister: Alicia, Irene und Edgold. Nach der 7. Klasse begann er eine Schreinerlehre, die er aufgrund des Ausbruchs des 2. Weltkrieges nicht beenden konnte. Er wurde in die Rote Armee eingezogen und begann dort eine Pilotenausbildung.

Katharina Bastron

Alexander und Katharina Bastron

Geschrieben von Erna Zielke aus Schwalmstadt.

Ich, Erna Zielke, geb. Bastron möchte die Geschichte von meiner Oma Katharina Bastron (geb. Weiz), geboren 1891, und meinem Opa Alexander Bastron, geboren 1891, erzählen.

Emma Schulz (1865-1942)

Emma Schulz (1865-1942)

Geschrieben von Valentina Kerbel aus Kolbingen.

Emma Schulz wurde am 24. Juni 1865 als Emma Kehler in einer Weberfamilie entweder in der Stadt Lodz in Polen, oder in der Kolonie Straßburg, Amtsbezirk Konstantinow, Rayon Koschki, Samara in Russland geboren. Ihre Großeltern waren einst aus Niederschlesien und Böhmen nach Lodz gezogen, da die Stadt wegen der Textilindustrie aufblühte.

Valentin Schubert mit Foto von Vater Jurij Schubert und  Großvater Evald Schubert

Evald Schubert (1919-1964)

Geschrieben von Valentin Schubert aus Kamenskoje, Ukraine.

Дедушка Шуберт Эвальд Фридрихович уроженец Житомирской области родился 19 декабря 1919 года. с. ПУЛИН

Lidia Koch (1908-1986)

Lidia Koch (1908-1986)

Geschrieben von Erna Zielke aus Schwalmstadt.

Ich, Erna Zielke, geb. Bastron möchte das Schicksal von meiner Großmutter mütterlicherseits, Lidia Koch, geb. Wilhelm erzählen. Sie wurde 1908 geboren. Vor dem Krieg wohnte die Familie an der Wolga in der Stadt Engels. Die Familie war sehr wohlhabend und hatte 3 Kinder: Frieda, meine Mutter Ella und Alexander.

Philipp Mohr (1924-1943), links

Philipp Mohr (1924-1943)

Geschrieben von Filip Pahl aus München.

Philipp Mohr wurde 1924 als Sohn von Philipp Mohr und Elisabeth Rosenberg in der deutschen Kolonie Neu-Andrianowka im Dongebiet geboren. Er hatte eine Schwester Pauline, die im Kindesalter verstarb, und die Halbgeschwister Alexander, Konrad, Peter und Maria Eichwald.

Klara Baitinger (1921-1991)

Klara Baitinger (1921-1991)

Geschrieben von Oksana Baitinger aus Blankenfelde-Mahlow.

Meine Großmutter, Klara Baitinger, wurde am 10.02.1921 in Prischib (Gebiet Zaporozhje) geboren.

Svetlana Gauks und Mariella Gauks halten Fotos von Mutter/Großmutter Theresa Eiswirt (geb. Gottselig)

Therese Eiswirt (1915-1978)

Geschrieben von Svetlana Gauks und Mariella Gauks aus Osterode am Harz.

Therese Eiswirt (geb. Gottselig) wurde im Jahre 1915 im Dorf „Kostirka“ des Pereslawskij Bezirk der Nikolajewsij Gebitet in der Ukraine geboren.

Maria Gerber (*1925)

Maria Gerber *1925

Geschrieben von Alexander Kühl für Vira e.V.

„Ich erinnere mich noch sehr gut an den Regierungserlass vom 28. August, der damals über die große Radioschüssel gesendet wurde. Stalin sagte, dass alle Personen mit deutschem Namen „aufgefordert“ werden, ihre Heimat zu verlassen... Man müsse den Feind zu Hause und an der Front bekämpfen.“ So verstand Maria die Aufforderung Stalins. „Ich wunderte mich, dass Stalin alle Deutschen in Russland, die über Generationen hinweg in diesem Land lebten, als Feinde bezeichnete“.

Alexander Muth (*1925)

Alexander Muth *1925

Geschrieben von Alexander Kühl für Vira e.V.

Die Deportation von Alexander Muth, Jahrgang 1925, begann am 30. August 1941. Er lebte damals an der Wolga im Dorf Wiesenmüller. Der Regierungserlass wurde auch in der deutschen Zeitung „Nachrichten“ veröffentlicht, doch sie kam im Dorf immer viele Tage später an. So erfuhr die deutsche Bevölkerung die Nachricht über die „schwarze Radioschüssel“ die auf dem Dorfplatz an einem Mast befestigt war. Zu diesem Zeitpunkt waren die Lastwagen der Soldaten schon zwei Tage vor Ort.

Irene Hinsch mit Foto von Großmutter Katharine-Elisabeth Fritzler

Katharine-Elisabeth Fritzler (1905-1975)

Geschrieben von Irene Hinsch aus Kellinghusen.

Katharine-Elisabeth Uhrich kam 1905 im evangelischen Dorf Friedenberg (Samara Gebiet) in einer zehnköpfigen Familie zur Welt. Trotz ihrer Größe war die Familie relativ wohlhabend. Die kleine Kata, wie man sie nannte, besuchte die Dorfschule und hatte für damalige Verhältnisse eine gute Bildung.

Nina Sophie Hinsch mit Foto von Opa Heinrich Werle

Heinrich Werle (1924-2007)

Geschrieben von Nina Sophie Hinsch aus Kellinghusen.

Mein Opa Heinrich wohnte vor dem Krieg in einem deutschen Dorf Rosental (heute Republik Kalmykien, Nord Kaukasus, Russland) und ist auf eine deutsche Schule gegangen, doch 1938 wurde Russisch zur Unterrichtssprache. Obwohl Heinrich gut Russisch sprach, fiel es ihm sehr schwer die neuen russischen Lehrer zu verstehen und dem Unterricht zu folgen. Deswegen brach er die Schule mit 15 Jahren ab und entschied sich zu arbeiten. Das bereute er im Nachhinein sehr oft. Gleichzeitig retteten die Russischkenntnisse ihm später das Leben.

Pivovarova Larisa Dmitrievna mit Foto von Großvater Simon Georgy Ivanovich.

Simon Georgy Ivanovich (1912-1971)

Geschrieben von Pivovarova Larisa Dmitrievna aus Verkhnyaya Pyshma, Russland.

Георгий Иванович Симон родился 20.05.1912г. в селе Мариновка («Гроссверт, немецкий посёлок»; Гросс Верде, 24-я колония) Куйбышевского района Запорожской области, умер 30.01.1971 г. в г. Сухой Лог Свердловской области.

Emilia Michel (1930-2002)

Emilia Michel (1930-2002)

Geschrieben von Paulina Micheilis aus Stadthagen.

Meine Mutter ist in Ährenfeld im Gebiet Saratow geboren und hatte drei Geschwister. Ihr Vater, Johann Michel, kam auch aus Ährenfeld, er hatte sogar eine Geburtsurkunde auf Deutsch. Familie Michel hatte in Ährenfeld ein schönes Leben mit einem Haus und schönem Obstgarten, großem Stall mit Vieh. Sie konnten nur Deutsch sprechen. Meine Mutter besuchte 2 Klassen auf Deutsch. Als der Krieg begann, musste die Familie über Nacht alles stehen und liegen lassen und mit einer Tasche Privatsachen wurden sie nach Sibirien vertrieben. Das Haus, Vieh und Möbel mussten sie zurücklassen.

Amalia Kerbel (1914-1986)

Amalia Kerbel (1914-1986)

Geschrieben von Waldemar Kerbel aus Kolbingen.

Meine Mutter Amalia Kerbel wurde am 09. Oktober 1914 als uneheliche Tochter von Katharina Röhm/Rehm (1892 – 1933) und Johannes Hellwig (1894 -?) im deutschen Dorf Gnadenfeld an der Wolga geboren. Da Johannes Hellwig die Vaterschaft abstritt und sie nicht als seine Tochter anerkannte, wuchs sie bei ihren Großeltern mütterlicherseits Heinrich Röhm (1864 – 1924) und Anna Elisabeth Schleining (1868 -?) auf.

Erfahre mehr über das Projekt.

Jugendorganisation der
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.
Grevesmühlener Str. 24
13059 Berlin
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